Geschichte

Geschichte

Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung von Dugi Otok gehen zurück bis zum Paläolithikum. Schriftlich aber wurde Dugi Otok im 10ten Jahrhundert von Kaiser Constantin von Byzanz erwähnt, allerdings dann unter dem Namen „Pizuh“. Im 11ten Jarhundert war Dugi Otok unter dem Namen „Insula Tilagus“ und dieser Name ist bis heute im Namen des Nationalparks „Telascica“ bewahrt. Dugi Otok war auch zeitweise als „Veli Otok“, die grosse Insel bekannt (bis zum 15ten Jahrhundert), danach wurde sie dann „Dugi Otok“, die lange Insel genannt. Und dieser Name hat sich bis heute erhalten.
Im 19ten Jahrhundert erwähnte Meyers Konversationslexikon die Insel unter den Namen „Isola Grossa“ und „Isola Lunga“ was beides wieder „lange Insel“ meint.
Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen Kirchen, die auf Dugi Otok zu finden sind und die, zum Teil, bis ins 7te Jahrhundert zurückgehen.

Frühchristliche Kirchenruine aus dem ersten Jahrtausend.

Frühchristliche Kirchenruine aus dem ersten Jahrtausend.

In manchen Kirchhöfen, wie zum Beispiel in Sali, kann man noch alte Grabsteine mit altglagolitischer Schrift finden, siehe das Foto in meinem Artikel über die >>>kroatische Sprache<<<. Manche von ihnen sind nun Bestandteil der Kirchenwand.

Die Geschichte Dugi Otoks ist untrennbar mit der Geschichte Kroatiens verbunden. Illyriens besiedelten die Insel und aus dem 4ten Jahrhundert sind auch Berichte von keltischen Stämmen in Kroatien bekannt, ob diese auch bis nach Dugi Otok gekommen sind ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Auch Griechen und Römer besiedelten die Küsten und Inseln, und Dugi Otok gehörte zum Empire von Westrom und später zu Byzanz. Als Kroaten, Hrvati wie sie sich selber nennen, werden bestimmte Mitglieder der südslawischen Völkergruppe bezeichnet. Es gibt mehrere Theorien über den Ursprung der Kroaten, keine kann zweifelsfrei bewiesen werden:

  • Sie kommen aus dem Gebiet nördlich der Karpaten und östlich des Flusses Vistula, auch Weisses Kroatien genannt, und wanderten von da in das Gebiet der westlichen dinarischen Alpen ein und von dort breiteten sie sich weiter aus.
  • Sie gehen auf eine Kriegeroberklasse von Slawen zurück, die sich in Dalmatien entwickelte und breiten sich von da aus.
  • Sie sind Nachkommen der Ostgoten.
  • Sie sind die ursprünglichen Slawen und Kroatien das Heimatland aller Slawen und sie besiedelten die anderen, nun slawisch sprechenden Länder, und begründeten so die slawische Kultur.
  • Sie sind Nachkommen des iranischen Stammes der „ Mitanni Hurrians“.
  • Sie sind Nachkommen von „Flüchtlingen“ vor der letzten Eiszeit und stammen ursprünglich aus dem skandinavischen Raum. Für diese Theorie gibt es besonders starke, genetische Hinweise.

Aber zurück zur Geschichte Dugi Otoks und Kroatiens. Nach der Besiedlung des Gebietes durch Kroaten, bildeten sie das erste kroatische Fürstentum um das Jahr 852 herum. Im Jahre 9925 vereinigte Duke Tomislav alle Kroaten unter seiner Flagge.
Im Jahre 1102 wurde Kroatien mit Ungarn in Personalunion der Herrscher zusammengeschlossen und bekamen so später Teil des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches.
Nach dem ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des österreichisch-ungarischen Kaiserreiches wurde das „Königreich aller Serben, Kroaten und Slowenen“ begründet das in 1929 zum jugoslawischen Königreich wurde.
Während des zweiten Weltkrieges entwickelte sich Kroatien, unter dem Einfluss der Achsenmächte, zu einem unabhängigen Staat der von Faschisten regiert wurde. Kroaten die mit dieser Entwicklung nicht einverstanden waren schlossen sich dem kommunistischen Partisanen Widerstand der von Jugoslawien geleitet wurde an. Nachdem zweitem Weltkrieg bekam Kroatien deshalb ein Teil der jugoslawischen Bundesrepublik. Aus dieser seit stammen auch die U-Boot und / oder Schnellboot Tunnel die es auf Dugi Otok gibt. Nachdem Tode Tito’s, im Jahre 1991 erklärte sich Kroatien unabhängig von Jugoslawien was zu einem Bruderkrieg mit der serbischen Minderheit führte. Dieser Krieg wird von den Kroaten als der grosse Heimatkrieg bezeichnet. Seit 2004 ist Kroatiens ein Kandidat für die europäische Union. Die Insel Dugi Otok hat zwar eine Militärbasis, war aber nie in Kämpfe verwickelt.

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